Wow, beinahe 6 Wochen seit dem letzten Post und das nur, weil ich (wie immer) viel zu spät mit dem Lernen begonnen habe. Es lernt sich um einiges einfacher, wenn man immer den Vorlesungsstoff zur gegebenen Zeit sich einprägt und nicht erst versucht sich 6 Monate Vorlesungsstoff innerhalb von 4 Wochen anzueignen … aber es hat funktioniert, so hoffe ich, denn die Noten fürs Mathematik Ergänzung Vordiplom werden erst in einer Woche bekanntgegeben.
Naja, meine Devise wird weiterhin bleiben: “Mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel erreichen”, obwohl es mir vollkommen klar ist, dass es nicht richtig ist. Aber es funktioniert, das wird mir immer wieder bestätigt, nicht immer aber sehr oft. Um den GdI4 (Grundzüge der Informatik) Schein zu bekommen zum Beispiel, mussten durch 4 Hausaufgaben insgesammt 80 von 160 Punkte erreicht werden. Mit den ersten drei hatte ich 70 Punkte sicher (wir hatten anscheinend einen sehr strengen Tutor, andere hatten bei selben/ähnlichen Antworten mehr Punkte verteilt), also habe ich in der vierten Aufgabe nur soviel bearbeitet, dass ich maximal 15 Punkte erreichen könnte (was sehr unwahrscheinlich wäre). Das Ende der Geschichte liegt wohl klar auf der Hand, ich habe genau die mir fehlenden 10 Punkte erreicht, und das nach Aussage des Tutors ohne Mitleidspunkte.
Wie gesagt: “Niemals mehr Stress machen, als unbedingt nötig!”, denn wann werde ich jemals Berechenbarkeit, Entscheidbarkeit und Aufzählbarkeit benötigen? Und sollte dieser unwahrscheinliche Fall dennoch einmal eintreten, dann kehre ich der Informatik komplett den Rücken und werde meinen Lebensabend als melancholischer Künstler fristen (und womöglich nicht einmal in der Lage sein meine Telefonrechnung zu bezahlen) …
Anfang diesen Monats war ich natürlich auf der allerletzten Digitaldecoy Convention, denn, wie es uns mit großem Kino verkündet wurde, steht zum Ende des Jahres eine Umbenennung der Comunity, sowie ein umfangreiches und erwartungswürdiges Portal bevor. Das Zusammentreffen war auf jeden Fall große Klasse und auch wenn meine Erzeugnisse dieser Tage mehr schlecht als recht ausgefallen sind, so bin ich mir doch sicher, dass die Blicke über die Schultern und die emense Ansammlung kreativer Energie meine Entwicklung einen kleinen Schritt nach vorne gebracht haben. Aber wie kaum anderst zu erwarten verstrich dieser Event viel zu schnell, da bleibt einem nichts anderes übrig, als ein Jahr auf die erste DigitalArt Convention zu warten (oder ein halbes Jahr bis zur hoffentlich stattfindenen zweiten ArtJam).
Leider wurden in der Nacht nach dem Event die von Wacom bereitgestelten Gerätschaften durch einen Einbruch aus dem Gemeinschaftsraum der Jugendherberge entwendet, was auch in mir Schockierung und Wut aufgebracht hat. Aber bevor ich es an dieser Stelle vergesse, muss ich, in gewisser Weise stolz, hier mitteilen, dass mein T-Shirt Vorschlag wirklich den Weg auf einen Button gefunden hat, welches nun knapp um die 60 Leute weltweit mit sich tragen … und die Teile müssen nicht mal wie T-Shirts gewaschen werden *grins*.
Wie inzwischen wohl bekannt sein sollte/könnte, wurde die Softwarepatentrichtlinie vom EU-Parlament beerdigt, was jedoch dazu führt, dass jedes Land für sich selbst entscheiden mag, wie es nun verfahren könnte. Wieso Softwarepatente etwas schlechtes ist, mag nicht direkt auf der Hand liegen, lässt sich aber durch ein kurzes Beispiel demonstrieren: Patente sind dazu gedacht, dass langjährige und teure Forschung sich für ein Unternehmen rentieren, und sind meiner Meinung nach in diesem Sinne auch vollkommen legitim. Jedoch sind viele (die meisten?) Softwarepatente durch eine winzige Idee entstanden, so wie zum Beispiel der Vortschrittsbalken (Ladebalken), das Ablegen von Waren in einen digitalen Warenkorb (die Grundbasis fast eines jeden Online-Shops), spaltenweise Bearbeitung von Tabellen oder sogar die if Anweisung (welche ein Hauptbestandteil einer Programiersprache ist, so dass “sinnvolle” Programme ohne dieser Anweisung garnicht möglich wären) sind Patentiert.
Wäre die Softwarerichtlinie durchgekommen, so müsste jeder Entwickler am besten alle inzwischen über 30000 Patente auswendig kennen um keines dieser unbewusst zu verletzen. Wer weiteres Interesse an diesem Thema verspührt, kann sich bei Wikipedia’s Definition von Softwarepatenten oder 2 Cent of Wisdom’s Artikel Softwarepatente – Segen oder Fluch tiefer in das Thema eintauchen.
Worauf ich mit dieser Einleitung hinaus will, ist Folgendes: Wie der Heise News-Ticker berichtet, will Microsoft Smileys patentieren, wenn das mal kein Trivialpatent ist … und sollte Microsoft damit durchkommen, spiele ich ernsthaft mit dem Gedanken, eine Anhäufuung von Pixeln, also Bildpunkte auf dem Monitor zur Darstellung von Bildern, Texten und anderen Informationen in allen erdenklichen Farben/Farbkombinationen zu patentieren … aber mich würde es nicht wundern, wenn ein solches Patent schon längst existiert.